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Gewichtheben:
(HSC BW Schwalbe Tündern)

Neuanfang ist für Gewichtheber ein Kraftakt

 
Der 38-jährige Bossauer, der derzeit die deutschen Farben als erfolgreicher Soloheber bis hoch zur WM vertritt und gerade die Trainer-C-Lizenz erworben hat, will es unbedingt versuchen. Das muss er auch. Denn dem Landestützpunkt Hameln – der einstigen Talentschmiede des Niedersächsischen Gewichtheberverbandes – droht das Aus, weil der Gewichtheber-Nachwuchs fehlt. Der Landesfachverband hat Bossauer Anfang des Jahres die Pistole auf die Brust gesetzt. Der Tenor des Gesprächs: Der Stützpunkt wird geschlossen, wenn man in Hameln nicht dafür sorgt, dass wieder Leben in die Talentschmiede kommt. Diese klare Ansage hat Bossauer verstanden. Er habe seit acht Jahren einfach schon zu viel Herzblut in seinen Lieblingssport gepumpt, um ihn einfach so sterben zu lassen. Einmal wöchentlich versucht der gelernte Schullehrer in einer Schul-AG an der Theodor-Heuss-Realschule das Interesse der Jugendlichen zu wecken. Bisher allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Deshalb will Bossauer neue Wege gehen. Erstmals wurde von ihm der Rolf-Mertens-Cup organisiert, der nach dem verstorbenen Gründer der Gewichthebersparte von TC Hameln benannt ist. Zwar gingen hier überwiegend auswärtige Heber an die Hantel, doch hatten sich auch zwei Hamelner an den Start gewagt, mit deren Hilfe er nun einen Neuanfang starten will. Zum einen war es der 19-jährige Daniel Vorpahl. Der Leichtgewichtler brachte bei seinem ersten Wettkampf im Zweikampf 135 Kilogramm zur Hochstrecke und zeigte dabei durchaus gute Ansätze.


Autor: robo
Artikel vom 28.06.2011, 13:30 Uhr

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